
Förderung für Digitalisierung und Softwareentwicklung in Österreich und Deutschland
Software, die für Ihren Betrieb gebaut wird, ist grundsätzlich förderfähig — in Österreich und in mehreren deutschen Bundesländern, meist mit 30 bis 50 Prozent der Kosten. Ob gerade ein Programm offen ist, wechselt mehrmals im Jahr. Was sich nie ändert, ist die Reihenfolge: Der Antrag muss gestellt und bewilligt sein, bevor Sie den Auftrag erteilen. Wird zuerst beauftragt, ist die Förderung verloren — das ist der häufigste und teuerste Fehler.
Diese Seite erklärt, was gefördert wird, was nicht und wie Sie vorgehen. Sie müssen das nicht allein herausfinden: Wir sagen Ihnen, welche Stelle für Sie zuständig ist, und liefern die Unterlagen, die der Antrag braucht. Beim Antrag selbst helfen wir mit; einreichen müssen Sie ihn, weil Ihr Betrieb der Antragsteller ist.
Wie läuft ein Förderantrag ab?
Fast alle Programme fördern nur Projekte, die zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht begonnen haben. Als Beginn gilt in der Regel die Auftragserteilung, nicht der Entwicklungsstart.
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Vorhaben beschreiben
Ein Erstgespräch, danach halten wir fest, was gebaut werden soll und warum. Kostenlos und unverbindlich.
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Angebot und Projektplan
Sie bekommen ein Angebot mit aufgeschlüsselten Positionen, eine Leistungsbeschreibung und einen Zeitplan — in der Form, die Förderstellen sehen wollen.
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Antrag stellen — und auf die Bewilligung warten
Eingereicht wird der Antrag von Ihrem Betrieb, meist zusammen mit Steuerberater, Kammer oder einer Förderberatung. Wir helfen beim Ausfüllen, liefern alles, was hineingehört, und beantworten Rückfragen der Förderstelle direkt. Erst wenn der Bescheid da ist, erteilen Sie den Auftrag.
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Bauen und abrechnen
Rechnungen und Nachweise liefern wir so, dass sie zum Antrag passen — Stundennachweise und Positionen wie im Angebot.
Was wird bei einer Digitalisierungsförderung gefördert?
In der Regel förderfähig
- Entwicklung einer Anwendung für Ihre Abläufe
- Anbindung an bestehende Systeme, Datenübernahme
- Schulung Ihrer Mitarbeiter auf die neue Lösung
- Beratung und Konzeption im Vorfeld
- Maßnahmen für IT-Sicherheit und Datenschutz
Meist nicht förderfähig
- Laufende Kosten: Hosting, Wartung, Lizenzen nach dem Projekt
- Eine Webseite oder ein Onlineshop allein
- Standard-Hardware ohne Projektbezug
- Umsatzsteuer, wenn Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind
- Alles, was vor dem Bescheid beauftragt wurde
Welche Position in Ihrem Fall zählt, steht in den Richtlinien des jeweiligen Programms — die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich.
Zählt die Arbeitszeit meiner eigenen Leute?
Das ist die Frage, an der Förderanträge am häufigsten hängen — und die Antwort hängt davon ab, welchen der beiden Förderwege Sie gehen. Wer das vorher klärt, stellt den richtigen Antrag.
Investitionszuschuss
KMU.DIGITAL, die Landesförderungen in Österreich, Digitalbonus und Digi-Zuschuss in Deutschland. Sie führen etwas ein, das es im Prinzip schon gibt.
Gefördert wird, was Sie extern einkaufen — also unsere Rechnung. Die Arbeitszeit Ihrer eigenen Leute zählt nicht mit; mehrere Programme schließen eigene Leistungen ausdrücklich aus.
Forschungs- und Entwicklungsförderung
Die Forschungsförderung FFG in Österreich, das Innovationsprogramm für den Mittelstand in Deutschland. Sie entwickeln etwas, dessen Ergebnis offen ist.
Hier zählen die Stunden Ihrer eigenen Leute mit, oft als größter Posten. Dafür müssen Sie sie genau aufschreiben und nachweisen, und es gibt Obergrenzen je Person und Jahr.
Welche Förderung gibt es in meinem Bundesland?
Gefördert wird in beiden Ländern überwiegend regional — nach Ihrem Firmensitz, nicht nach unserem. Diese Übersicht nennt deshalb für jedes Bundesland die zuständige Stelle und führt Sie direkt dorthin.
Höchstbeträge, Quoten und Fristen stehen hier bewusst nicht. Sie ändern sich mehrmals im Jahr, und eine veraltete Zahl auf dieser Seite wäre schlimmer als keine. Verbindlich ist immer die Stelle, die das Geld vergibt — deshalb steht in der Übersicht, wen Sie fragen müssen.
Ein Klick auf ein Bundesland öffnet die Seite der zuständigen Förderstelle. Dort steht, was heute gilt — tagesaktuell, anders als jede Übersicht.
Österreich
Bundesweit gibt es KMU.DIGITAL für Beratung und Umsetzung, dazu in jedem Bundesland eine eigene Wirtschaftsförderung. Beides zusammen ist erlaubt: Die Bundesrichtlinie lässt mehrere Förderungen für dasselbe Vorhaben zu, solange zusammen nicht mehr als die gesamten Kosten gedeckt sind. Andere Anträge zum selben Projekt müssen Sie im Antrag angeben. Beachten Sie außerdem: In mehreren Ländern ist nicht die Wirtschaftsagentur die Förderstelle, sondern das Land selbst. Die Agentur berät nur.
Kartengrundlage: svg-maps, CC BY 4.0
| Bundesland | Zuständige Stelle | Zur Förderstelle |
|---|---|---|
| Österreich gesamt | Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerium, Abwicklung über die aws | kmudigital.at |
| Wien | Wirtschaftsagentur Wien | wirtschaftsagentur.at |
| Niederösterreich | Land Niederösterreich, Beratung über ecoplus | noe.gv.at |
| Oberösterreich | Wirtschaftskammer und Land Oberösterreich | wko.at |
| Steiermark | Steirische Wirtschaftsförderung SFG | sfg.at |
| Tirol | Land Tirol, Beratung über die Standortagentur | tirol.gv.at |
| Salzburg | Land Salzburg, Beratung über die ITG | salzburg.gv.at |
| Kärnten | Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds KWF | kwf.at |
| Vorarlberg | Wirtschaftskammer und Land Vorarlberg | wko.at/vlbg |
| Burgenland | Wirtschaftsagentur Burgenland | wirtschaftsagentur-burgenland.at |
Deutschland
Die Bundesprogramme der vergangenen Jahre sind ausgelaufen, und auch das Innovationsprogramm für den Mittelstand nimmt derzeit keine Anträge an. Gefördert wird heute über die Länder — meist unter dem Namen Digitalbonus, Digi-Zuschuss oder ähnlich, mit eigenen Richtlinien je Land. Die amtliche Gesamtübersicht steht in derFörderdatenbank des Bundes.
Kartengrundlage: svg-maps, CC BY 4.0
| Bundesland | Zuständige Stelle | Zur Förderstelle |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | L-Bank | l-bank.de |
| Bayern | Wirtschaftsministerium, Antrag bei der Bezirksregierung | stmwi.bayern.de |
| Berlin | Investitionsbank Berlin | ibb-business-team.de |
| Brandenburg | Investitionsbank des Landes Brandenburg | ilb.de |
| Bremen | BAB — Die Förderbank | bab-bremen.de |
| Hamburg | Hamburgische Investitions- und Förderbank | ifbhh.de |
| Hessen | WIBank | wibank.de |
| Mecklenburg-Vorpommern | TBI, Projektträger des Wirtschaftsministeriums | tbi-mv.de |
| Niedersachsen | NBank | nbank.de |
| Nordrhein-Westfalen | NRW.BANK | nrwbank.de |
| Rheinland-Pfalz | Investitions- und Strukturbank ISB | isb.rlp.de |
| Saarland | Wirtschaftsministerium, Antrag über das Förderportal Saar | saarland.de |
| Sachsen | Sächsische Aufbaubank | sab.sachsen.de |
| Sachsen-Anhalt | Investitionsbank Sachsen-Anhalt | ib-sachsen-anhalt.de |
| Schleswig-Holstein | IB.SH, Beratung über die WTSH | ib-sh.de |
| Thüringen | Thüringer Aufbaubank | aufbaubank.de |
Die Länder benennen ihre Programme regelmäßig um, stellen sie ein und legen sie neu auf. Darum steht hier die Stelle und nicht der Programmname: Die Zuständigkeit bleibt, das Programm nicht.
Welche Unterlagen braucht der Förderantrag?
Ein Förderantrag scheitert selten am Vorhaben, sondern an den Unterlagen. Diese vier Dokumente liefern wir, ohne dass Sie danach fragen müssen.
Angebot mit Einzelpositionen
Aufgeschlüsselt nach Leistungen, nicht als Pauschale — Förderstellen können nur bezuschussen, was benannt ist.
Leistungsbeschreibung
Was gebaut wird, welches Problem es löst, welche Abläufe sich ändern. In der Sprache, die der Antrag verlangt.
Zeit- und Kostenplan
Projektabschnitte mit Dauer und Aufwand, passend zum Förderzeitraum.
Nachweise zur Abrechnung
Rechnungen und Stundennachweise, die zu den Positionen im Antrag passen — sonst gibt es beim Verwendungsnachweis Rückfragen.
Häufig gestellte Fragen
Detaillierte Antworten auf alle Ihre Fragen und Anliegen
Nur auf der Seite der Stelle, die in der Übersicht oben für Ihr Bundesland steht. Viele Länder arbeiten mit Antragsfenstern oder festen Kontingenten: Ist das Budget aufgebraucht, nimmt die Stelle keine Anträge mehr an, bis neue Mittel freigegeben werden. Zwischen zwei Fenstern können Monate liegen. Rufen Sie dort an, bevor Sie den Zeitplan Ihres Projekts darauf aufbauen.
Einreichen müssen Sie ihn selbst, weil Ihr Betrieb der Antragsteller ist — so verlangen es die Förderstellen. Beim Antrag helfen wir Ihnen aber: Wir beschreiben das Vorhaben so, dass es in den Antrag passt, liefern Angebot, Leistungsbeschreibung und Zeitplan und beantworten technische Rückfragen der Förderstelle. Wenn Sie noch keine Förderberatung haben, sagen wir Ihnen, wer in Ihrer Region dafür in Frage kommt.
Wenn ein Programm offen ist, übernehmen die meisten 30 bis 50 Prozent der förderfähigen Kosten, begrenzt auf einen Höchstbetrag. Den Rest tragen Sie. Laufende Kosten nach dem Projekt sind nie gefördert.
Ja, und sie zählt über alle Förderungen zusammen. Die meisten Digitalisierungszuschüsse werden als De-minimis-Beihilfe vergeben: Darin darf ein Unternehmen innerhalb von drei Steuerjahren höchstens 300.000 Euro erhalten — alle Programme und alle Stellen zusammengerechnet, verbundene Unternehmen eingeschlossen. Wer in den Vorjahren schon gefördert wurde, sollte das vor der Planung prüfen; im Antrag verlangt die Förderstelle eine Erklärung darüber. Die Grenze gilt je Land und steht in einer EU-Verordnung, die bis Ende 2030 läuft.
Ja. Die Länderprogramme fördern nach Ihrem Firmensitz, nicht nach dem Sitz des Dienstleisters. Einzelne Programme verlangen autorisierte Anbieter — das steht in der Richtlinie und prüfen wir vor dem Angebot.
Dann entscheiden Sie, ob das Projekt auch ohne Zuschuss trägt. Deshalb schneiden wir Vorhaben so zu, dass ein erster benutzbarer Stand früh kommt — Sie sind nicht gezwungen, alles auf einmal zu beauftragen.
Erstgespräch und Angebot sind kostenlos. Wird daraus ein größeres Konzept, das selbst förderfähig ist, sagen wir das vorher.
Den Weg gehen wir mit Ihnen
Erzählen Sie uns einfach, was Sie sich im Betrieb leichter wünschen — den Rest sortieren wir gemeinsam. Wir schauen, ob eine Förderung in Frage kommt, wer dafür zuständig ist und was der Antrag braucht. Das Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Solid Group — MVP-Entwicklung und IT-Beratung, Wien · Wir liefern die Projektunterlagen für Ihren Förderantrag; Rechts- und Steuerberatung bleibt bei Ihrem Berater.